Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen

Nachhaltigkeit

 

Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement im Rahmen der 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik

Die 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik wird unter dem Titel "Globale Lebensstile – Neue Wege für die Entwicklungspolitik" inhaltliche Impulse für eine nachhaltige Entwicklungspolitik geben und dabei einen besonderen Blick auf Konsummuster legen. So ist es nur konsequent, die Veranstaltung nach Kriterien des Nachhaltigen Veranstaltungsmanagements so umweltgerecht und klimaschonend wie möglich vorzubereiten und durchzuführen.

Bis zur Veranstaltung werden wir Sie an dieser Stelle fortlaufend über Maßnahmen informieren, die wir im Rahmen des nachhaltigen Veranstaltungsmanagements umsetzen.

Anreise und Übernachtung

Die Hauptumweltbelastung bei Veranstaltungen fällt in der Regel bei der Hin- und Rückreise der Gäste an. Hier haben Veranstalter und Vorbereitungsteam aber den geringsten Einfluss. Wir möchten Sie dennoch so gut wie möglich unterstützen, Ihre Reise zur Konferenz umweltschonend zu planen. Mit dem Mobilitätsrechner können Sie Ihre individuelle CO2-Bilanz und Ihre eingesparte Menge ermitteln: www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/ueb2_adresse.shtml

Unter dem Punkt Anreise und Hotels finden Sie Hinweise, die Ihre Planung für eine individuelle Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern sollen.

Zudem haben Sie dort sowie auf der Anmeldeseite die Möglichkeit, über einen Link Hotels in der Nähe des Veranstaltungsortes zu identifizieren, die sog. Partner of Sustainable Bonn sind. Dies ist eine Initiative der Stadt Bonn zur Unterstützung der nachhaltigen Durchführung von Konferenzen. Diese so gekennzeichneten Hotels arbeiten ressourcenschonend und möglichst ökologisch und setzen sich für faire und nachhaltige Beschaffung ein. 

Die Referenten und Moderatoren sind in zwei Hotels in der Nähe zum Konferenzort untergebracht. Beide Hotels sind offizieller Partner of Sustainable Bonn.

Catering

Beim Catering verzichten wir auf Fleisch und bieten Ihnen im Rahmen der Konferenz ovolakto-vegetarische Speisen an. Das Angebot an Speisen und Getränken während der Konferenz ist saisonal ausgerichtet, aus ökologischem Anbau und fair gehandelt. Es wird besonders darauf geachtet, dass vorrangig regionale Produkte verarbeitet werden. Zudem bieten wir ausschließlich Leitungswasser statt Mineralwasser an und vermeiden so Verpackung, Transport und Entsorgung.

Für das Catering werden bevorzugt ökologisch vorteilhafte Verpackungen, d.h. Nachfüllgrößen und Mehrwegverpackungen, genutzt , um Abfall zu reduzieren. Auch bei diesem Thema hat der gezielte Einsatz von Ressourcen oberste Priorität. Wir versuchen das Essen so genau zu kalkulieren, dass möglichst wenige Reste übrig bleiben.

Die in der Küche entstandenen Bioabfälle werden durch den Entsorger zu Biogas und dann zu Strom und Wärme verarbeitet. Außerdem wird durch den Gebrauch innovativer Küchentechnologie, wassersparender Geschirrspüler und Kälteanlagen mit Energierückgewinnung der  Energiebedarf um bis zu 40% gegenüber dem üblichen Verbrauch gesenkt.

Digitales Informationsangebot

Zu Konferenzen gehört nach üblichen Maßstäben eine gut gefüllte Tagungsmappe. Wir sind allerdings der Meinung, dass auch hier weniger mehr sein kann. Ein gut strukturiertes digitales Angebot auf unserer Veranstaltungswebseite anstelle von Papierbergen sollte für Sie keinen großen Einschnitt im Service bedeuten. Daher werden wir bei der Veranstaltung auf Mappen verzichten und Ihnen lediglich das aktuelle Programm mit einer Raumübersicht aushändigen. Darüber hinausgehende Informationen, wie die Teilnehmendenliste oder das Biografiendossier finden Sie in Kürze auf der Veranstaltungswebseite unter dem Punkt digitale Tagungsmappe. Teilnehmendenlisten und Biografiendossier liegen auch zur Ansicht an unseren Informationscountern vor Ort aus. So sparen wir rund 25.000 Blatt Papier.

Alle nicht vermeidbaren Kopien werden auf vom FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziertem Papier doppelseitig gedruckt.

Namensschilder

An der Registrierung am Morgen der Veranstaltung erhalten Sie ein Namensschild aus Plastik. Auf den ersten Blick wirkt dies nicht sehr umweltschonend, auf den zweiten sieht das allerdings anders aus. Denn Wiederverwendung schlägt Recycling in der Ökobilanz. Nach Auskunft der deutschen Bundesstiftung Umwelt sind so genannte nachhaltige und umweltschonende Badges in der Herstellung CO2-intensiver und unsere industrielle Entsorgung ist nicht darauf eingerichtet, „normale” Badges von PLA-Badges zu unterscheiden. Zudem sind häufig nicht alle Bestandteile der Badges umweltschonend und recycelbar. Darüber werden wir die Plastikschilder bei der nächsten Veranstaltung wiederverwenden. Dazu benötigen wir diese natürlich am Ende der Veranstaltung von Ihnen zurück. Daher an dieser Stelle schon einmal die Bitte an Sie: Geben Sie uns an der Garderobe Ihr Namensschild zurück. Danke!

Ausstattung

Die Banner, das Bühnenbild etc., sind  mit  umweltfreundlichen, wasserbasierten Latextinten ohne Lösemittel gedruckt. Das Drucksystem wurde von Grund auf recyclebar geplant. Die Tinte, deren Behälter, die Medien, sogar der Drucker selbst sind zu einem sehr hohen Prozentsatz recyclebar.

Die Materialien auf denen gedruckt wurde, sind zum großen Teil aus Pappe und damit zu 100% recyclebar. Alle Großbanner, die auf Grund von Brandschutzbestimmungen nicht auf Pappe o.ä. Material produziert werden dürfen, werden nach der Konferenz an die Berufsschule Johannes-de-la-Salle geschickt und dort zu Taschen, Kulturbeuteln o.ä. verarbeitet, die dann im Schülerladen verkauft werden.

CO2-Kompensation

Für die Veranstaltung wird der Verbrauch der nicht vermeidbaren CO2 Emissionen von einem unabhängigen Institut berechnet. Die ermittelten CO2 Emissionen werden durch den Erwerb von Gold Standard Zertifikaten ausgeglichen. Die Emissionen, die durch die Anreise der Teilnehmenden entstehen, werden nicht ausgeglichen. Es liegt im Ermessen jedes einzelnen Gastes dies selbst zu tun.